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Chronik

Im Jahr 1867 beschloss die Stadtverordneten-Versammlung die Umgestaltung des Feuerlöschwesens in Wesel. Demnach sollte die Feuerwehr künftig wie in Duisburg organisiert werden.

 

Am 01. Juli 1868 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr in Wesel.

 

Den drei Kompanien der neuen Freiwilligen Feuerwehr Wesel (gesamte Stadt) traten 114 Männer bei. Als deren Corps-Chef wurde Friedrich Westermann gewählt.

 

Die erste Belastungsprobe für die neue Feuerwehr brachte der Deutsch-Französische Krieg 1870/71. Viele Feuerwehrleute wurden für den Krieg eingezogen. Durch den entstandenen Mangel bildete sich eine Freiwillige Reservefeuerwehr. Für den Fall einer Belagerung unterstand die Feuerwehr dem Militärkommandanten.

 

Den ersten Brandeinsatz hatte die Feuerwehr am 11. Januar 1871 in der Krieg- und Tieglerschen Drahtfabrik. Das Feuer konnte zwar nicht gelöscht werden, doch dank dem Einsatz der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass das Feuer auf andere Gebäude übergriff.

 

1892 wurde die Feuerwehr neu organisiert. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Joseph Fluthgraf entsandte vier Feuerwehrmänner nach Köln zur Berufsfeuerwehr. Dort wurden die Feuerwehrleute intensiv vier Wochen lang weitergebildet. Gleichzeitig wurde in Wesel ein Feuerwehrverein gegründet. Dadurch hatten die Kompanien im Stadtgebiet eine gemeinsame Plattform.

 

Der Erste Weltkrieg riss die Freiwillige Feuerwehr erneut auseinander. Viele junge Männer wurden in den Militärdienst einberufen.

 

In Anbetracht des Krieges verzichtete die Feuerwehr auf eine Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen.

Da nach dem Krieg kaum jemand bereit war, sich freiwillig für die Feuerwehr zu engagieren, musste die Stadt eine Berufsfeuerwehr einrichten. Doch aufgrund hoher Kosten wurde diese nach wenigen Monaten aufgelöst. Daraufhin investierte die Stadt viel Geld in die Anschaffung neuer Ausrüstung. Die neue Technik begeisterte viele junge Männer, so dass die Feuerwehr wieder schlagkräftig wurde.

 

Das Jahr 1928 war bisher eines der Schicksalsreichsten überhaupt. Das 60-jährige Jubiläum wurden im Beisein von Ehrengästen und den Feuerwehrkollegen aus gesamten Kreisgebiet gefeiert. Doch im selben Jahr ereignete sich im Schloss Diersfordt eine Tragödie:

Bei einem Brand, der durch reichlich Holzwerk begünstigt wurde, verloren drei Feuerwehrmänner ihr Leben. Die Beisetzung fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und die Feuerwehren im Kreis (damals Rees) statt.

 

Wie in den Kriegen zuvor verlor die Feuerwehr mit Beginn des Zweiten Weltkriegs Männer an den Militärdienst. Während des Krieges mussten die noch verbliebenen Kräfte tagelang auch in den Nächten zur Brandbekämpfung ausrücken.

Die Lage spitzte sich so weit zu, dass sogar Jugendliche für den Feuerwehrdienst herangezogen wurden. Neben den Jugendlichen wurden erstmals auch Frauen ausgebildet. Im weiteren Verlauf des Kriegs schlug eine Bombe inmitten eines Feuerwehrgerätehauses ein. Dabei verlor eine Feuerwehr-Helferin ihr Leben. Mehrere Feuerwehrleute wurden verletzt.

Bei der Zerstörung der Stadt durch alliierte Luftangriffe im Februar 1945 waren es Feuerwehrleute, die auf den Straßen der Stadt versuchten Menschen und Sachwerte zu retten. Bei der Bombardierung hatte die Feuerwehr ihre Geräte verloren. Die übrigen Feuerwehrleute flohen nach Drevenack. Dort löste sich die Feuerwehr Wesel auf.

 

Der Zweite Weltkrieg, der Wesel nahezu komplett zerstörte, ging auch an der Feuerwehr nicht spurlos vorbei. Sie verlor ihre gesamten Geräte und stand nach Kriegsende praktisch mit leeren Händen da. 28 Feuerwehrmänner erklärten sich dennoch bereit, den Dienst wiederaufzunehmen, gruben aus den Trümmern des alten Gerätehauses noch vorhandene Löschgeräte aus und starteten so den Neuanfang. Unter immensem Einsatz vieler Menschen gelang es sogar, ein ehemaliges Lagerhaus am Kurfürstenring, von dem lediglich eine Ruine übriggeblieben war, wiederaufzubauen. Dort ist auch heute noch die Feuer- und Rettungswache der Feuerwehr Wesel untergebracht.

 

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